Die Gethsemane-Gemeinde ist benannt nach dem Garten Gethsemane in Jerusalem. Drei Evangelien berichten von der Nacht, die der Kreuzigung vorausging.
Mit dem letzten Abendmahl bereitet Jesus seine Jünger auf das vor, was in den nächsten Stunden geschehen wird – auch wenn sie seine Worte noch nicht wirklich verstehen. Nach dem letzten Abendmahl wird es still. Jesus verlässt mit seinen Jüngern die Stadt und geht in den Garten Gethsemane. Doch die Ruhe täuscht. Jesus weiß, dass sich in dieser Nacht alles entscheiden wird. Während seine Begleiter erschöpft einschlafen, bleibt er allein zurück und betet. Er ringt mit seiner Angst, bittet Gott, ihm den schweren Weg zu ersparen, und findet doch den Mut, sich ganz in Gottes Hände zu legen. Plötzlich durchbrechen Fackeln, Stimmen und bewaffnete Männer die Dunkelheit. Judas tritt auf Jesus zu und verrät ihn mit einem Kuss. Jesus leistet keinen Widerstand. Mit seiner Gefangennahme beginnt der Weg, der ihn über das Kreuz zur Auferstehung führen wird.
Im Zentrum dieser dramatischen Nacht steht das Gebet: Es ist der Ort, an dem Jesus Kraft findet, dem Kommenden zu begegnen. Deshalb berührt diese Erzählung Christinnen und Christen bis heute. Sie zeigt, dass Glaube nicht alle Ängste nimmt, aber helfen kann, ihnen mit Vertrauen und Hoffnung zu begegnen.