Hervorgegangen ist die Gethsemane-Gemeinde aus der evangelisch-lutherischen Kirchengemeinde Bothfeld. Im Oktober 1912 wurde in der Stormstraße eine erste Kapelle errichtet. 25 Jahre später, im Oktober 1927, wurde die Gethsemane-Gemeinde zu einer selbständigen Kirchengemeinde.
10 Jahre danach, zum 25-jährigen Bestehen der Kapelle, konnte ein Kirchenbau angefügt werden. Im Oktober 1937 wurde nach Plänen von Friedrich Fischer mit dem Bau begonnen. In der Zeit des Nationalsozialismus war es nicht einfach, eine Baugenehmigung für eine Kirche zu erhalten. Hier half, dass die Gemeinde einen Luftschutzkeller für 200 Personen einplante. Die Kirche durfte die umliegenden Häuser nicht überragen, so dass der Kirchturm niedrig und der Bau insgesamt unauffällig blieb. Eingeweiht wurde die Kirche im Februar 1938.
Das große Kreuz, wie es heute noch im Altarraum zu sehen ist, war von Beginn an der Blickpunkt der nach Westen ausgerichteten Kirche. Zentral im Treffpunkt von Längs- und Querbalken befand sich das Christusmonogramm (die beiden griechischen Buchstaben Chi-Ro als Anfangsbuchstaben für Christus). Lesepult, Altar und Kanzel waren im Altarraum fest eingebaut und mit einer Mauer abgetrennt.
Kreuz samt Monogramm und das Kanzelparament (der Stoffbehang des Predigtortes) sind heute die einzig noch genutzen Inneneinrichtungsgegenstände aus der Bauzeit.
Die zehn ursprünglichen Fenster mit Darstellungen zum Kirchenjahr wurden im Zweiten Weltkrieg zerstört. Vom ursprünglichen Geläut ist nur die kleinste Glocke erhalten, die beiden größeren mussten 1942 ausgebaut und für Rüstungszwecke abgegeben werden. Bis auf die Schäden an den Fenstern und weiteren am Dach blieb die Kirche im Krieg erhalten.
Die Konfirmandenjahrgänge der Jahre 1953 – 1957 stifteten die Gethsemane-Fenster an der Südseite, die die namengebende Erzählung der drei Evangelien in fünf Szenen wiedergeben und von Otto und Werner Brenneisen gestaltet wurden. Die Fenster auf der Nordseite zu fünf „Ich-Bin-Worten“ aus dem Johannesevangelium wurden 1990 nach Entwürfen von Helge Breig gefertigt.
1963 erhielt die Kirche eine neue Orgel der Firma Hillebrand mit 20 klingenden Registern, deren Prospekt aus akustischen Gründen in den Raum hineinragt. Im Jahr 2012 ließ die Gemeinde diese Orgel durch die Firma Feopentow grundlegend überarbeiten und erneuern.
Im Jahr 2022 fand - nach langer Vorplanung - die Sanierung des Glockenturmes statt. Die größte Glocke musste ausgetauscht werden; eine neue Glocke wurde gegossen, und der gesamte Glockenstuhl wurde erneuert.